Titel: Ueber die Zusammensetzung des übermangansauren Kalis; von M. Machuca.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 157/Miszelle 10 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj157/mi157mi03_10

Ueber die Zusammensetzung des übermangansauren Kalis; von M. Machuca.

Hr. Phipson hat neuerlich (polytechn. Journal Bd. CLVI S. 238) die Existenz der Uebermangansäure und die von E. Mitscherlich für das übermangansaure Kali gefundene Formel (Mn²O⁷, KO) in Zweifel gezogen, weßhalb ich im Laboratorium des Hrn. Wurtz die Analyse dieses letztern Salzes wieder aufnahm. Meine Versuche bestätigen vollständig die Resultate, zu welchen der berühmte Chemiker zu Berlin gelangt war.

Ich analysirte das übermangansaure Kali nach zweierlei Methoden: 1) indem ich das Mangan und das Kalium nach den bekannten Verfahrungsarten bestimmte; 2) indem ich die Menge Chlor bestimmte, welche durch die Einwirkung von Salzsäure auf das übermangansaure Kali in Freiheit gesetzt wird.

100 Theile übermangansaures Kali, im luftleeren Raume getrocknet, gaben im Durchschnitt von vier Versuchen 34,58 Mangan und 24,45 Kalium; nach der Theorie besteht es aus 34,82 Mangan, 24,68 Kalium und 40,05 Sauerstoff.

Wenn die Formel Mn²KO⁸ richtig ist, so müssen 100 Theile übermangansaures Kali, wenn man dieses Salz durch Chlorwasserstoffsäure zersetzt, 112,3 Theile Chlor entbinden.

Ich habe das in diesem Falle entbundene Chlor mittelst der von Gay-Lussac angegebenen Methoden bestimmt. Die eine dieser Methoden gründet sich bekanntlich auf die Umwandlung der arsenigen Säure in Arsensäure; die andere beruht auf der Umwandlung der schwefligen Säure in Schwefelsäure, welche als schwefelsaurer Baryt bestimmt wird. Ich fand, daß 100 Theile Mn²KO⁸ 112,0 und 112,18 Theile Chlor entwickelten, welche Resultate vollkommen mit der Theorie übereinstimmen, wenn man Mitscherlich's Formel annimmt. (Comptes rendus, Juli 1860, Nr. 4.)

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