Titel: Cochenilleroth als Färbungsmittel des Zuckers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 157/Miszelle 12 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj157/mi157mi03_12

Cochenilleroth als Färbungsmittel des Zuckers.

Die Handwerkerzeitung „Vereint Vorwärts“ (1ster Jahrg. Nr. 15) warnt unter Verweisung auf die darüber in dem „Archiv für deutsche Medicinalgesetzgebung und öffentliche Gesundheitspflege“ von Dr. Ziurek gemachten Mittheilungen vor dergleichen rothgefärbtem Kochzucker, wie er thörichterweise in manchen Haushaltungen zum Ueberstreuen von Reis, Hirse und zum Rothfärben des Kohls beliebt ist. Das von den Kaufleuten unter dem Namen „Cochenilleroth“ hierzu gebrauchte Färbungsmittel ist die aus einer Abkochung von Fernambukholz mittelst Alaun erhaltene, durch Kochen mit arsenigsaurem Kali (wobei sich unlösliche arsenigsaure Thonerde bildet) schöner und tiefer roth gefärbte Lackfarbe. Die Schädlichkeit dieses Zusatzes mag man daraus ermessen, daß er 10 bis 15 Proc. beträgt, so daß in einem solchen confiscirten rothen Zucker die Menge der arsenigen Säure 1/5 Proc. betrug. (Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, Bd. IV S. 7.)

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