Titel: Schiffspech aus Steinkohlentheer, nach Rives.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 157/Miszelle 8 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj157/mi157mi04_8

Schiffspech aus Steinkohlentheer, nach Rives.

Bei dem hohen Preise des Holztheers hat man denselben zur Bereitung des Pechs durch eine andere wohlfeilere Masse zu ersetzen gesucht, und es ist dieß Hrn. Rives mittelst einer aus Steinkohlentheer, Harz und Kalk gebildeten Mischung gelungen. Um diese Mischung zu bereiten, unterwirft man den Steinkohlentheer (Gastheer) einer gelinden Destillation, so daß 15 bis 20 Proc. flüchtiges Oel daraus abgeschieden wird, und vermischt den Rückstand sodann mit 10 bis 12 Proc. Harz, so daß eine Masse von der angemessenen Consistenz erlangt wird. Ferner bringt man Kalk hinzu, welcher zu einem unfühlbar feinen Pulver gelöscht wurde und den man mittelst eines Siebes auf der Oberfläche der geschmolzenen Masse vertheilt. Die Quantität des anzuwendenden Kalks ist 8 bis 10 Proc. Nachdem die Stoffe durch Umrühren gut vermischt sind, gießt man die Masse in Fässer, in denen sie alsbald erstarrt. Sie ist nun zu denselben Zwecken verwendbar, wie das schwedische Schiffspech. (Armengaud's Génie industriel., Mai 1860, S. 243; polytechnisches Centralblatt, 1860 S. 1132.)

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