Titel: Anwendung des Goldchloridkaliums in der Photographie.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 157/Miszelle 4 (S. 463–464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj157/mi157mi06_4

Anwendung des Goldchloridkaliums in der Photographie.

In einer früheren Mittheilung (polytechn. Journal Bd. CLVI S. 287) erwähnten wir bereits des Goldchloridkaliums als Schönungsmittel für positive Copien; wir wollen hiemit nochmals auf dieses Salz aufmerksam machen, indem es sich seit einigen Monaten vollkommen bewährt. In England ist diese Methode bereits allgemein eingeführt, und in der That, die damit hervorgebrachten Töne sind so prachtvoll, die Behandlung ist so einfach, daß man nach einem Versuche die alten Verfahren mit Sel d'or u. dgl. nicht wieder anwenden wird.

Wir wiederholen mit kurzen Worten die Methode.

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Der Abdruck (auf Arrowroot- oder Albuminpapier) wird ziemlich kräftig copirt; man wascht ihn im Dunkeln in Brunnenwasser so lange aus, bis er das Wasser nicht mehr milchig macht, läßt darauf gut abtropfen und legt ihn in folgendes Goldbad:

1 Grm. Goldchloridkalium,
1000 „ destillirtes Wasser.

In wenigen Minuten färbt sich das Bild purpurn; man wascht es darauf nochmals aus und fixirt es in einem Bade von 15 Grm. unterschwefligsaurem Natron und 100 Grm. destillirtem Wasser.

Wir ziehen dem hier und da beliebten blauen Tone, der meistens zu kalt und fahl ist, und jedem anderen Tone, den Purpurton der beschriebenen Methode vor. Die Weißen sind vollkommen rein und die Mitteltinten rosig.

Auf eines aber müssen wir nochmals zurückkommen: man führe die Operationen des Auswaschens, des Vergoldens und des Fixirens nur im Dunkeln aus.

Das Goldchloridkalium wird durch das Photographie-Institut in Elberfeld angefertigt und in schönen goldgelben Krystallen zum gleichen Preise wie das gewöhnliche Chlorgold geliefert. (Photographisches Archiv, September 1860, S. 170.)

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