Titel: Sägmehl für Streusand.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 158/Miszelle 11 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj158/mi158mi01_11

Sägmehl für Streusand.

Einen nicht unerheblichen Handelsartikel fängt in Frankreich das an die Stelle des Streusandes tretende Sägmehl zu bilden an. Dasselbe hat den großen Vortheil, Bücher und Federn, Schreibtische etc. nicht zu verderben, wie der Streusand, und die Briefe weniger zu beschweren, was da, wo das Minimalgewicht eines Briefes auf 1/2 Loth gesetzt ist, von erheblichem Belange ist. Das in Anwendung kommende Sägmehl ist solches, wie man es beim Schneiden harter Hölzer mit feineren Sägen, wie z.B. beim Furnürschneiden, erhält; dasselbe wird aber nicht so, wie es abfällt, angewandt, sondern durch zwei Siebcylinder, zuerst durch einen weitmaschigeren, in welchem die Splitter zurückbleiben, und dann durch einen zweiten mit sehr engem Gewebe geführt, welcher den Staub ausscheidet, so daß es aus Körnern wie ein feines Gries besteht, also weder stäubt, noch grobe Stückchen enthält. Je härter das Holz, desto besser das Product. Die Darstellung desselben würde auch hier zu Lande bald sich gut lohnen. Wer einmal dieses Material anstatt des Streusandes angewandt hat, kehrt ohne Noth nie mehr zu letzterem zurück. (Württembergisches Gewerbeblatt, 1860, Nr. 34.)

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