Titel: Dichtigkeitsänderung der Körper beim Erstarren und Schmelzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 158/Miszelle 11 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj158/mi158mi02_11

Dichtigkeitsänderung der Körper beim Erstarren und Schmelzen.

Der Versammlung der British Association for the advancement of science zu Dublin wurde von Hrn. Nasmyth ein Aufsatz mitgetheilt, worin der Verfasser auf Grund feiner Beobachtungen und Versuche die Behauptung ausspricht und den Physikern zum gründlichem Studium empfiehlt, daß das bekannte Verhalten des Wassers, beim Gefrieren sich auszudehnen, beim Schmelzen sich zu verdichten und in dieser Verdichtung bis einige Grade über den Schmelzpunkt hinaus fortzufahren, keineswegs der gewöhnlichen Annahme gemäß ein ausnahmsweises, sondern ein allen Körpern gemeinsames Verhalten sey. Daß ein fester Körper auf einer durch Schmelzung erhaltenen flüssigen Masse derselben Substanz schwimmt, hat Hr. Nasmyth für Blei, Silber, Kupfer, Eisen, Zink, Zinn, Antimon, Wißmuth, Glas, Pech, Harz, Wachs, Talg bestätigt gefunden; auch glaubt er aus seinen Beobachtungen schließen zu dürfen, daß (ebenso wie Wasser) die geschmolzenen Metalle bei einer den Schmelzpunkt um etwa 4° C. übersteigenden Temperatur ihr Maximum der Dichtigkeit erreichen. Er empfiehlt diese Erfahrungen namentlich der Aufmerksamkeit der Geologen, indem er glaubt, daß eine große Zahl von Eruptions- und Hebungs-Erscheinungen, welche die Rinde der Erde und besonders die des Mondes darbieten, ihre Erklärung darin finden, daß flüssige mineralische Massen, indem sie sich dem Zustande der Erstarrung nähern, sich ausdehnen, die darüber liegende bereits feste Kruste heben, brechen und flüssige Massen durch die Spalten hindurch drängen. Revue universelle des Mines, März 1859.)

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