Titel: Ueber Blatt-Aluminium.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 158/Miszelle 6 (S. 156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj158/mi158mi02_6

Ueber Blatt-Aluminium.

E. v. Bibra veröffentlicht in den Annalen der Chemie und Pharmacie Bd. CXIV S. 382 eine Notiz zu der im polytechn. Journal Bd. CLIV S. 437 gegebenen Mittheilung über Blatt-Aluminium.

Nach derselben hat er bereits vor zwei Jahren in Nürnberg Blatt-Aluminium schlagen lassen und solches nebst Aluminiumdraht, der gleichfalls in Nürnberg gezogen wurde, an Prof. v. Liebig geschickt. Das Blatt-Aluminium war nahezu so dünn wie Blattsilber, hatte viel Glanz und war leicht darzustellen. Es eignet sich aber nicht zur Verwendung, da es nach einigen Monaten anfing sich zu oxydiren. Einige Blätter, die in Papier gewickelt in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt wurden, zeigen jetzt zwar noch theilweise ihren alten Glanz, sind aber an vielen Stellen mit einer starken Thonerdeschicht überzogen. (Auch das von Hrn. Kühny in Augsburg fast so dünn wie Blattsilber geschlagene Aluminium conservirt sich nicht, sondern wird nach kürzerer oder längerer Zeit, in den Büchelchen zwischen den mit Bolus eingeriebenen Papierblättern aufbewahrt, an vielen Stellen brüchig.)

Der sehr sorgfältig gezogene Draht hat jetzt noch seinen dem Silber fast gleichen Glanz, ist aber so brüchig, daß er ohne ganz besondere Vorsicht, öfteres Erwärmen und dergleichen, kaum zu einem einfachen Oehr gebogen werden kann.

Ganz dünnes Blech zeigte sich sehr brauchbar und der Verf. hat Gewichte von 1–2 Milligr. jetzt seit zwei Jahren in Gebrauch, die noch ganz Wohl erhalten sind.

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