Titel: Bronziren des Eisens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 158/Miszelle 3 (S. 235)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj158/mi158mi03_3

Bronziren des Eisens.

Nach einem amerikanischen Blatte (polytechn. Journal Bd. CLIII S. 238) soll sich hierzu am allerbesten die sogenannte Jodtinctur eignen, die man durch Auflösen von Jod in Alkohol erhält. Es bildet sich Jodeisen, welches sehr geneigt zur Oxydation ist, und ist daher diese Mittheilung wohl des Versuches werth. Der Unterzeichnete hat schon vor circa 14 Jahren im Verein mit dem leider früh verstorbenen tüchtigen Chemiker Dr. Böhme aus Dresden eine Auflösung von Jod in einer wässerigen Jodkaliumlösung zum Aetzen von Stahlstichen empfohlen – eine Lösung, die jetzt von den ausgezeichnetsten Künstlern in diesem Fache mit dem allerbesten Erfolge angewendet wird, indem sie vor dem Scheidewasser den Vorzug hat, das Eisen ohne irgend eine Gasentwickelung zu lösen, und den Firniß nicht im Mindesten anzugreifen, so daß die Linien durchaus scharf in die Tiefe gehen. Für Kupfer hält er eine Auflösung von Eisenchlorid, stark mit Kochsalz gesättigt, für sehr geeignet. Es bildet sich Eisenchlorür und Kupferchlorür, das in Kochsalz gelöst bleibt. Beim Ueberschuß von Eisenchlorid geht das Kupferchlorür in Kupferchlorid über, worauf bekanntlich die maaßanalytische Bestimmung des Kupfers beruht. Dr. H. Schwarz. (Breslauer Gewerbeblatt, 1860, Nr. 22.)

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