Titel: Ueber einen passenden Verschluß für Laugengefäße.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1860, Band 158/Miszelle 3 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj158/mi158mi04_3

Ueber einen passenden Verschluß für Laugengefäße.

Es ist eine verdrießliche Thatsache, daß die Aufbewahrung der Aetzlaugen in Flaschen mit Glasstöpsel den Uebelstand mit sich führt, die Pfropfen fest einwachsen zu lassen. Die Ursache davon ist bekannt, und alle Vorsicht, die Pfropfen vor dem Gebrauche mit Talg oder Oel zu bestreichen, hat nicht vermocht, manch schönes Standgefäß einem frühen Untergange Preis zu geben.

Der Gebrauch eines Korkpfropfens in den Apotheken ist bekanntlich von der Pharmakopöe mancher Länder ausgeschlossen ohne die Angabe eines Mittels, welches die Einwirkung der Laugen auf Glas und der daraus resultirenden Vereinigung von Stöpsel und Flasche verhindert.

Ein solches Mittel aber bietet das Paraffin, welches ohne von den Aetzalkalien verseift oder zerstört zu werden, die Stöpsel schlüpfrig erhält.

Die damit angestellten und einige Zeit hindurch beobachteten Versuche fielen so günstig aus, daß ein weiteres Bekanntwerden gerechtfertigt erscheint. Es lassen sich selbst aus bestem Paraffin ganze Stöpsel leicht und schön schneiden, welche hermetisch eingeschraubt, die Glasstöpsel zu vorgenanntem Zwecke überhaupt ersetzen könnten, doch macht die nicht sehr große Cohäsion des Paraffins hierbei einige Vorsicht nothwendig, damit die Stöpsel beim Gebrauch nicht abbrechen. (Pharmaceutische Centralhalle, 1860, Nr. 49.)

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