Titel: Tarnowitzer Blei, specifisches Gewicht desselben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 159/Miszelle 3 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj159/mi159mi01_3

Tarnowitzer Blei, specifisches Gewicht desselben.

Von dem kgl. Artilleriedepot in Breslau waren ziemlich bedeutende Lieferungen von Blei anzunehmen, welches nach der gegebenen Instruction nicht allein weich und geschmeidig seyn, sondern auch ein spec. Gewicht von mindestens 11,20 zeigen sollte. Da in letzterer Beziehung Zweifel entstanden, wurde der Unterzeichnete aufgefordert, die specifischen Gewichtsbestimmungen bei verschiedenen Proben vorzunehmen. Das Blei war dazu theils direct von den Mulden abgehauen worden, theils war es nach der Vorschrift erst unter einer Talgdecke eingeschmolzen worden. Man hieb zu der Untersuchung, wo möglich aus der Mitte der Barre, mit Beil und Hartmeißel ein nahezu kubisches Stück heraus und bestimmte nun durch Abwiegen in der Luft und im Wasser auf die bekannte Weise das spec. Gewicht. Dasselbe ergab sich bei dem Mulden- und dem umgeschmolzenen Blei nahezu gleich. Die höchsten Zahlen, welche erhalten wurden, betrugen 11,37, die niedrigsten 11,34, die meisten im Mittel 11,35, so daß also eine nahezu vollkommene Uebereinstimmung erzielt und das zulässige Minimum bei Weitem überschritten wurde. Nach den Angaben des Lieferanten stammte das Blei aus Tarnowitz. Eine Analyse desselben |77| vom Hrn. Hütteneleven Lobe nach maaßanalytischer Methode ausgeführt, ergab einen Gehalt von 99,75 Proc. reinem Blei. Dr. H. Schwarz. (Wochenschrift des schlesischen Vereins für Berg- und Hüttenwesen, 1860, Nr. 51.)

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