Titel: Verfahren zur Bestimmung der Phosphorsäure, von E. Davy.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 159/Miszelle 7 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj159/mi159mi01_7

Verfahren zur Bestimmung der Phosphorsäure, von E. Davy.

Trotz der übereinstimmenden Angaben der Chemiker, daß das aus einer essigsauren Lösung gefällte phosphorsaure Eisenoxyd wechselnde Mengen Phosphorsäure und Eisenoxyd enthalte, hat doch E. Davy darauf eine Titrirmethode gegründet, indem er behauptet, daß der Niederschlag constant aus Fe₂ O₃, PO₅ zusammengesetzt sey, wenn man nur so verfahre, wie er vorschreibt. (Philosophical Magazine, März 1860, S. 181.)

Seine titrirte Eisenlösung bereitet er aus feinstem Clavierdraht durch Lösen in Salzsäure und Salpetersäure, schwaches Uebersättigen mit Ammoniak und Wiederauflösen des entstandenen Niederschlags in Essigsäure. Diese Lösung hält sich nach der Aussage des Verf. sehr lange Zeit und ist zum Ausfällen der Phosphorsäure sehr geeignet. Die Flüssigkeit, welche die Phosphorsäure – es sey vorausgesetzt in salzsaurer Lösung – enthält, wird mit Ammoniak gefällt (wenn Kalk etc. da sind) und der Niederschlag in Essigsäure wieder gelöst. Dann setzt man zu dieser Lösung die vorher erwähnte Eisenlösung bis zur Ausfällung des Phosphats. Das Merkmal für die vollendete Operation ist eine Probe auf Gallussäure, mit deren Lösung man ein Papier tränkt und wieder trocknet; über dieses wird ein Stück Filtrirpapier gelegt und auf dieses ein Tropfen der zu prüfenden Lösung gegeben, welcher hindurchfiltrirt, das Eisenphosphat oben läßt und dann in das Galluspapier eindringt. Hier macht er einen purpurblauen Flecken, wenn überschüssiges Eisensalz vorhanden ist. (Journal für praktische Chemie.)

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