Titel: Ueber die Darstellung der Milchsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 159/Miszelle 9 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj159/mi159mi02_9

Ueber die Darstellung der Milchsäure.

Nach Lautemann erhält man reine Milchsäure viel leichter, wenn man zu der gewöhnlichen Mischung von Zucker, Weinsäure, Milch und Käse, anstatt der Schlämmkreide eine äquivalente Menge Zinkoxyd nimmt und der Mischung 1/3 Wasser mehr zufügt. Die Temperatur der gährenden Masse soll 40 bis 45° C. betragen und die Mischung muß fleißig umgerührt werden; nach 8 bis 10 Tagen ist die Innenwand des Gefäßes mit schönen weißen Krystallkrusten von milchsaurem Zink bekleidet. Die Masse wird hierauf zum Kochen erhitzt, und die filtrirte Flüssigkeit der Krystallisation überlassen. Das milchsaure Zink löst man in heißem Wasser auf, fällt das Zink durch Schwefelwasserstoff, dampft die abfiltrirte Flüssigkeit ein, dabei gesteht diese zu einer breiigen Masse in Folge ausgeschiedenen Mannits; um letzteres zu entfernen, löst man die Masse in möglichst geringer Menge Wassers, und schüttelt diese Lösung mit Aether, welcher die Milchsäure auflöst und das Mannit ungelöst läßt. (Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. CXIII S. 242.)

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