Titel: Anwendung des Pergamentpapiers für die porösen Zellen galvanischer Batterien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 159/Miszelle 10 (S. 239–240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj159/mi159mi03_10

Anwendung des Pergamentpapiers für die porösen Zellen galvanischer Batterien.

Die HHrn. Siemens und Halske hatten schon vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es wäre, die Thonzellen in den galvanischen Bechern durch Zellen aus Pergamentpapier zu ersetzen. Versuche, die hierüber in der Papierfabrik des Hrn. Behrent in Cöslin in Pommern angestellt wurden, haben ein sehr gutes Resultat ergeben, indem daselbst jetzt aus dieser Pergamentmasse Zellen dargestellt werden, welche stark und dauerhaft genug sind, um mit Vortheil für den gedachten Zweck verwandt zu werden.

So viel wir erfahren haben, wird bei der Darstellung derselben in der Weise verfahren, daß die gewöhnliche rohe, zermahlene, nasse Papiermasse auf einen Holzklöppel, |240| der die Form der Zelle hat, in der nöthigen Dicke gegossen und dann trocknen gelassen wird. Der trockene Becher wird dann unter Druck mit Schwefelsäure getränkt. Die Anwendung von Druck hat sich als nothwendig herausgestellt, damit die Schwefelsäure in sehr kurzer Zeit die dicken Wandungen der Zelle durchdringt.

Ob es nicht einfacher ist, diese Becher in der Weise herzustellen, daß man mehrere Streifen Papier, von der nöthigen Breite, bei der Umwandlung in Pergament aufeinander klebt, bis man die nöthige Dicke der Zellenwandung (also 2/3 bis 1 Millimeter) erreicht hat, und den auf dieselbe Weise dargestellten Boden mit dem Cylinder auf die Art verbindet, daß man die so eben dargestellte Pergamentmasse als Klebemittel benutzt, bleibt dahingestellt. Wir glauben jedoch, daß diese letztere Darstellungsweise der Zellen eine leichtere ist. Dr. Dullo.

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