Titel: Ueber die Temperatur des Wassers im Leidenfrost'schen Tropfen, von Boutigny.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 159/Miszelle 6 (S. 315–316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj159/mi159mi04_6
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Ueber die Temperatur des Wassers im Leidenfrost'schen Tropfen, von Boutigny.

Hr. de Luca, welcher Jodstärkemehl in den Leidenfrost'schen Tropfen brachte, beobachtete daß dasselbe sich nicht entfärbt und schloß daraus daß die Temperatur des Wassers im Leidenfrost'schen Tropfen 80° C. nicht erreicht, und sogar unter 50° betragen muß (polytechn. Journal Bd. CLVIII S. 238); Hr. Boutigny fand den Grund dieses von seiner Bestimmung um die Hälfte abweichenden Resultates in dem Jodgehalt des Stärkemehls und in der Dauer des Versuchs. Wenn das Jodstärkemehl 1/200 Jod enthält, kann es im Wasser bis zu dessen Siedepunkt erhitzt werden ohne sich zu entfärben. Hr. Boutigny beharrt auf der Ziffer 96°,5 für die Temperatur des Wassers im Leidenfrost'schen Tropfen, welche von Hrn. Sudre bestätigt wurde. (Comptes rendus, Januar 1861, t. LII p. 91.)

Hr. Sudre goß in die Muffel eines Calorien-Thermometers, welcher ihm von Hrn. Favre überlassen wurde, das Wasser im Zustande des Leidenfrost'schen Tropfens und notirte die Wärme welche es abgab um auf die Temperatur von 0° zu kommen. 1 Gramm Wasser gab an den Calorimeter immer 97,4 Wärme-Einheiten ab. (Comptes rendus, December 1860, t. LI p. 1092.)

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