Titel: Anwendung der Kohlenfiltrirbälle bei der Kaffeebereitung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 159/Miszelle 8 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj159/mi159mi04_8
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Anwendung der Kohlenfiltrirbälle bei der Kaffeebereitung.

Auf die kürzlich in der Berliner polytechnischen Gesellschaft angeregte Frage über die Schädlichkeit des durch Filtrirpapier filtrirten Kaffees und die Vermeidung des ihm durch dasselbe häufig mitgetheilten üblen Geschmackes, macht die Vossische Zeitung in Nr. 280 die in weiteren Kreisen interessante Mittheilung, daß es bereits für jenes Filtrirpapier ein unübertreffliches Ersatzmittel in der Gestalt der in der Fabrik plastischer Kohle, Engelufer 15 in Berlin, verfertigten hohlen Kohlenfiltrirbälle gibt.

Dieselben absorbiren durch die allgemein bekannte Fähigkeit der Kohle den zuweilen dem Kaffee beiwohnenden üblen Geschmack, der, wenn er nicht in der Bohne selbst seine Ursache hat, zumeist aus dem dazu verwendeten schlechten Wasser herrührt. Die Klärung des Kaffees ist eine weit vollständigere, als die durch Filtrirpapier und Filtrirsäcke bewirkte, und der Umstand, daß man die Bälle mit ihrem Gummischlauch in jeden Kaffeetopf hineinlegen und direct aus diesem den fertig geklärten Kaffee vermittelst des Hahnes nach Bedarf abziehen kann, wird denselben bei ihrer Billigkeit und Dauerhaftigkeit bald allgemeinere Verwendung, insbesondere in großen Cafés, Gasthöfen und Restaurationen, verschaffen. (Breslauer Gewerbeblatt, 1861, Nr. 2.)

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