Titel: Sogenanntes Reinigungs- oder Schönungssalz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 159/Miszelle 14 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj159/mi159mi05_14

Sogenanntes Reinigungs- oder Schönungssalz.

Zum Reinigen beschmutzter oder durch den Gebrauch mißfarbig gewordener rother Tuche und anderer Wollstoffe empfiehlt ein Fabrikant in Paris folgendes Mittel:

In 1000 Gewichtstheilen warmen Regen- oder Flußwassers löst man

32 Gewichtstheile Kleesalz,
16 „ krystallisirter Soda,
5 „ Potasche (Perlasche);
nach erfolgter Lösung werden
2 Gewichtstheile pulverisirter Cochenille

zugesetzt und die Lösung filtrirt. Nachdem damit die rothen Wollstoffe durchnäßt, werden sie mit einer harten Bürste bis zur Entfernung des Schmutzes nach dem Strich gebürstet und darauf wird der halbtrockene Stoff mit reinem Wasser ausgewaschen.

Angestellte Versuche haben gezeigt, daß das Mittel die vom Erfinder gerühmten Eigenschaften in der That besitzt, die Wirkung ist eine rasche und vollständige, wobei namentlich die rothe Farbe in ihrer ursprünglichen Reinheit und Frische bleibend wieder hervortritt. Die geringe Menge Cochenille ist jedoch hierbei von keinem Einfluß, man kann sie ohne Nachtheil ganz weglassen. (Mittheilungen des hannoverschen Gewerbevereins, 1860 S. 379.)

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