Titel: Anwendung der Blausäure beim Wallfischfang.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 159/Miszelle 13 (S. 468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj159/mi159mi06_13

Anwendung der Blausäure beim Wallfischfang.

Zu den umfangreichsten und interessantesten Experimenten, die je angestellt sind, gehört der Wallfischfang mittelst Blausäure, wie er jetzt von Schiffen der englischen Handelsmarine ausgeübt wird. Der größte Uebelstand beim Wallfischfang bestand darin, daß der harpunirte Fisch erst in weiter Ferne wieder auftauchte und daß dabei nicht selten die Harpunen und Taue, zuweilen selbst die Mannschaft verloren gingen. Auf den Rath des Toxikologen Christison wendet man jetzt Harpunen an, über deren Spitze sich ein Gläschen mit Blausäure befindet, welches beim Eindringen in die Wunde zerbricht und seinen Inhalt entleert. Der harpunirte Fisch taucht in die Tiefe, kehrt aber augenblicklich vollständig gelähmt an derselben Stelle wieder an die Oberfläche des Wassers zurück und wird dann ohne weitere Mühe abgethan. Zwei Unzen Blausäure sind in der Regel zu jedem einzelnen Fange genügend. (Schweizerische Zeitschrift für Pharmacie, 1861 S. 56.)

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