Titel: Boignes' Maschine zum Putzen, Poliren u. Schneiden von Metallstücken.
Autor: Boignes,
Rambourg,
Fundstelle: 1861, Band 160, Nr. LVII. (S. 188–189)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/ar160057

LVII. Maschine zum Putzen, Poliren und Schneiden von Metallstücken; von Boignes, Rambourg und Comp. in Paris.

Aus Armengaud's Génie industriel, März 1861, S. 158.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Sowohl die von der Gießerei kommenden, wie die geschmiedeten Metallstücke müssen in der Regel mit der Hand geputzt, polirt und gereinigt werden, was immer eine lange und mehr oder weniger unvollkommene Arbeit ist.

Mittelst der hier zu beschreibenden Maschine erreicht man diesen Zweck mit großer Schnelligkeit und einer auf anderem Wege nicht zu erzielenden Vollkommenheit; sie wirkt mittelst Walzen, welche je nach den zu bearbeitenden Stücken, abreibend, feilend oder schneidend wirken. Im ersten Falle entspricht das Profil der Walzen der Form des zu bearbeitenden Metallstückes, oder einer Entwickelungscurve derselben; im letzten Falle sind sie mit Schneiden bewaffnet, die z.B. beim Eisenblech erst beim letzten Durchgehen zur Anwendung kommen.

Die zum Putzen und Poliren dienenden Walzen bestehen aus Stahl, gehärtetem Eisen oder hartem Gußeisen; sie sind an ihrer ganzen Oberfläche oder an einem Theil derselben wie Feilen gehauen und stellen wirklich zwei kreisförmige Feilen dar, welche in einander entgegengesetzter Richtung sich drehen.

Die specielle Einrichtung der in Rede stehenden Maschine bietet die Möglichkeit dar, eine sehr große Anzahl von Gegenständen, wie Schienen, Schienenstühle, Unterlager u.s.w. fertig zu machen.

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Die Figuren 9 und 10 stellen einen zum Fertigmachen der Schienenstühle dienenden Apparat dar, und zwar ist Fig. 9 eine Vorderansicht der zum Theil durchschnittenen Maschine, und Fig. 10 ein Seitenaufriß.

Tue einzelnen Theile der Maschine ruhen auf dem auf einem Unterlager K, K befestigten Gerüst A mit den Querriegeln h, welches die Lager a für den Walzenzapfen aufnimmt; diese Lager sind mit den Schmierbüchsen b versehen. Die Arbeitswalzen B und B' aus gehärtetem Eisen entsprechen in ihrem Querschnitt der Form der zu bearbeitenden Gegenstände; sie sind, wie gewöhnliche Feilen, mit einem scharfen Hieb versehen.

Das zu bearbeitende Metallstück wird zwischen die Walzen und auf den Unterlagen D mittelst des Handhebels G während der ganzen Operation gehalten, indem man sie dabei hin- und herbewegt. Dieß wird noch durch die Rollen f befördert, welche auf den Achsen der Walzen befindlich sind und einander mehr oder weniger genähert werden können, um bestimmte Theile der Metallstücke stärker angreifen zu lassen.

Nie Walzen müssen in einander entgegengesetzter Richtung laufen, was auf gewöhnliche Weise geschehen könnte; um aber diesen Apparat möglichst einfach zu machen, wird dieß hier durch directen Angriff auf die beiden Treibrollen C und C', welche von Außen ihre Bewegung erhalten, bewerkstelligt.

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