Titel: Warnung vor zinkoxydhaltigem Kautschuk; von Dr. M. Wilkens in Jena.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 160/Miszelle 10 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/mi160mi03_10

Warnung vor zinkoxydhaltigem Kautschuk; von Dr. M. Wilkens in Jena.

Ich habe mich seit längerer Zeit Saugröhren und Warzenhütchen von Kautschuk für kleine Kinder bedient. Auf den Zinkoxydgehalt derselben aufmerksam gemacht, ließ ich ein Warzenhütchen aus der Fabrik von Robert und Reimann in Berlin durch Hrn. Prof. Dr. Herm. Ludwig dahier chemisch untersuchen. Derselbe fand in dem Warzenhütchen 47 Proc. Zinkoxyd (durch Einäschern gewonnen). In einem Kautschuksaugstücke fand er 43 bis 44 Proc. Zinkoxyd; nach dreimonatlichem Gebrauch lieferte der auf der Flasche aufsitzende Theil des Saugrohrs 38 Proc., das Mundstück nur 33 Proc. Zinkoxyd. Das Kind, welches sich dieser Saugvorrichtungen bediente, hatte also bei dreimonatlichem Gebrauch den vierten Theil Zinkoxyd eingesogen und auch während der Zeit an häufigem Erbrechen gelitten. Das Warzenhütchen wog 11 Grm., enthielt also 5,17 Grm. Zinkoxyd, das Flaschensaugstück wog 7 Grm. und enthielt demnach 3,08 Grm. Zinkoxyd. Die so vergifteten Kautschukwaaren lassen sich schon daran erkennen, daß sie auf der Schnittfläche ganz weiß erscheinen, während nicht mit Zinkoxyd imprägnirter Kautschuk eine schwarze Schnittfläche zeigt. (Böttger's polytechnisches Notizblatt, 1861, Nr. 10.)

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