Titel: Neue sympathetische Schrift; vom Grafen F. G. v. Schaffgotsch in Berlin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 160/Miszelle 8 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/mi160mi03_8

Neue sympathetische Schrift; vom Grafen F. G. v. Schaffgotsch in Berlin.

Eine saure Auflösung von Eisenchlorid (salzsaurem Eisenoxyd) wird so weit verdünnt, daß damit Geschriebenes beim Eintrocknen gänzlich verschwindet. Diese Schrift hat die Eigenschaft, durch schwefelblausaure Dünste alsbald mit blaurother Farbe sichtbar, durch Ammoniakdunst hingegen abermals unsichtbar zu werden, so zwar, daß sie sich durch die genannten beiden Mittel beliebig oft hervorrufen und hinwegnehmen läßt. Zu diesem Zwecke hält man die Schrift abwechselnd in den Luftraum zweier nebeneinander stehenden weithalsigen Flaschen, deren erste concentrirte Schwefelsäure, zu der man einige Tropfen einer starken Auflösung von Schwefelcyankalium (schwefelblausaurem Kali) gefügt, und deren zweite Aetzammoniakflüssigkeit enthält, beides in etwa fingerhoher Schicht.

Der Zusatz von Schwefelcyankaliumlösung muß von Zeit zu Zeit erneuert werden.

Die daraus entstehenden Dünste sind giftig, weßhalb man sich vor deren Einathmung in Acht zu nehmen hat. (Böttger's polytechnisches Notizblatt, 1861, Nr. 11.)

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