Titel: Darstellung fein zertheilten Kupfers; von Hugo Schiff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 160/Miszelle 7 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/mi160mi04_7

Darstellung fein zertheilten Kupfers; von Hugo Schiff.

Bringt man in ein dickwandiges Fläschchen eine gesättigte Lösung reinen Kupfervitriols, außerdem noch eine mäßige Menge überschüssigen grobgepulverten Kupfervitriols |317| und schüttelt das Ganze ohne zu erwärmen mit granulirtem Zink, so zersetzt letzteres die Lösung unter Abscheidung von Kupfer und Bildung von Zinkvitriollösung. In dieser löst sich aber wieder von dem überschüssigen Kupfervitriol auf, der vorige Proceß wiederholt sich, und indem durch das Aneinanderreihen der Zinkstückchen sich der gebildete Kupferüberzug immer sogleich ablöst, geht der Proceß so lange fort, als noch Kupfervitriol und Zink vorhanden ist. Auf diese Weise kann man in kurzer Zeit größere Mengen fein zertheilten Kupfers darstellen. Man bringt dasselbe auf ein Filter, wäscht es mit luftfreiem Wasser aus, und trocknet es durch Auspressen ohne Anwendung von Wärme und bei möglichst geringem Luftzutritt, da das so fein zertheilte Metall sich unter den genannten Verhältnissen sehr leicht oxydirt.

Der Proceß der Darstellung wird wesentlich durch die von selbst eintretende Erwärmung befördert und es ist dieselbe in Folge der verschiedenen neben einander auftretenden Vorgänge, so bedeutend, daß dieser Versuch sich ganz vortrefflich eignet, um die mit den chemischen Wechselwirkungen verbundene Wärmeentwickelung auf auffällige Weise zu demonstriren. Nach wenigen Minuten ist die Erhitzung so bedeutend, daß man das Gefäß nicht mehr in der Hand halten kann. (Annalen der Chemie und Pharmacie, 1861, Bd. CXVIII S. 89.)

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