Titel: Nachweis geringer Mengen gasförmiger schwefliger Säure; von Hugo Schiff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 160/Miszelle 8 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/mi160mi04_8

Nachweis geringer Mengen gasförmiger schwefliger Säure; von Hugo Schiff.

Ein sehr empfindliches Reagens auf gasförmige schweflige Säure ist eine wässerige Lösung von salpetersaurem Quecksilberoxydul. Schweflige Säure scheidet daraus augenblicklich metallisches Quecksilber aus. Am zweckmäßigsten ist es, Streifen von Filtrirpapier an einem Ende mit der Lösung zu befeuchten und dieselben in das zu prüfende Gas einzuführen. Bringt man einen solchen Streifen in einen mehrere Kubikfuß großen Raum, in welchem man kurz vorher ein Zündhölzchen angezündet hat, so tritt augenblicklich eine graue Färbung der mit der Lösung befeuchteten Stelle ein. – Zur Vorsicht wird man mittelst eines Bleipapiers auf Schwefelwasserstoff prüfen; beide Gase werden nicht gleichzeitig vorhanden seyn, da sie sich bekanntlich gegenseitig zersetzen.

In Bern enthält das Leuchtgas constant geringe Mengen von Schwefelwasserstoff, welches in der Flamme zu schwefliger Säure verbrennt. In mehreren Localen, in welchen mehrere Flammen einige Zeit gebrannt hatten, konnte mittelst des erwähnten Reagens jenes Product der Verbrennung mit Bestimmtheit nachgewiesen werden. (Annalen der Chemie und Pharmacie, 1861, Bd. CXVIII S. 91.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: