Titel: Ueber den Durchgang der Wärmestrahlen durch Gase, von Magnus.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 160/Miszelle 1 (S. 393)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/mi160mi05_1

Ueber den Durchgang der Wärmestrahlen durch Gase, von Magnus.

Aus einer von Magnus über den Durchgang der Wärme durch Gase veröffentlichten Untersuchung ergeben sich folgende Resultate:

1) Alle Gase bieten ein Hinderniß für den Durchgang der Wärmestrahlen und je mehr sie verdichtet sind, um so größer ist dasselbe.

2) Unter allen Gasen lassen die atmosphärische Luft und ihre Bestandtheile die Wärme am vollständigsten durch.

3) Der Durchgang der Wärme ist verschieden, je nach der Quelle, von welcher dieselbe kommt. Die von kochendem Wasser ausgehenden Strahlen zeigen die größten Verschiedenheiten beim Durchgange durch verschiedene Gase.

4) Unter allen farblosen Gasen läßt das Ammoniakgas, welches auch die Wärmequelle seyn mag, am wenigsten Wärme durch, nächst diesem das ölbildende Gas. Von der Quelle von 100° läßt das Ammoniakgas nur 38,88 Proc. von der Wärme durch, welche durch die atmosphärische Luft geht.

5) Durch Anwendung einer Röhre kann man die Wirkung der Wärmestrahlen, wie die der Lichtstrahlen verstärken.

6) Die Beschaffenheit der Wand verändert das Verhältniß, in welchem die Wärmestrahlen durch die in der Röhre enthaltenen Gase hindurch gehen.

7) Es folgt hieraus, daß die von verschiedenen Oberflächen reflectirten Strahlen von den Gasen mit verschiedener Leichtigkeit hindurch gelassen werden.

8) Das Wasserstoffgas läßt die Strahlen von den verschiedenen Wärmequellen stets weniger leicht als die atmosphärische Luft hindurch.

9) Die starke Erwärmung, welche ein in Wasserstoff befindliches Thermometer bei der Erwärmung von oben erfährt, beruht daher nicht auf einer größeren Fähigkeit dieses Gases, die Wärme durchzulassen, sondern nur auf einem größeren Leitungsvermögen. (Bericht der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, 1861, S. 246.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: