Titel: Einfluß des Hopfens auf die Weingährung; von Joh. Carl Leuchs.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 160/Miszelle 12 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/mi160mi05_12

Einfluß des Hopfens auf die Weingährung; von Joh. Carl Leuchs.

Hopfendolden mit Wasser übergossen gähren bald und lebhaft; doch entwickelte sich schon nach 3 Tagen ein urinöser (fauliger) Geruch, wie der der Indigküpe. Man gab nun zu einem Theil Traubenzucker, zu dem anderen Theil Traubenzucker und Mandelkleie. Beide gohren lebhaft und wurden später zu sehr gutem Essig, wobei zugleich aller bittere Geschmack bei dem mit Mandelkleie versetzten verschwand. Die Mandelkleie dient daher, den Bitterstoff des Hopfens zu zerstören. Uebrigens zeigt dieser Versuch, daß der bittere Stoff des Hopfens (es ward bester Spalter augewandt) ganz der gewöhnlichen Meinung entgegen, weder die Gährung hindert (er befördert sie sogar), noch die Bildung von Säure (Essig) aufhält. Der bittere Stoff hindert an sich die Wein- und Essiggährung nicht, und es ist daher ganz unnöthig, das Bier bitter zu machen, um ihm Haltbarkeit zu geben. (Aus des Verfassers: Port-Folio, Gedenkbuch für Bierbrauer u.s.w.)

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