Titel: Prüfung des Essigs.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 160/Miszelle 8 (S. 465–466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/mi160mi06_8

Prüfung des Essigs.

Dusart wendet zur Auffindung des Weinsteins im Essig ein Verfahren an, das sich auf die Löslichkeit des weinsauren Eisenoxyd-Kalis gründet. Von dem bis zur Extractconsistenz abgedampften Essig löst man etwas im Wasser auf, setzt einige Tropfen Eisenchlorid zu, erhitzt bis zum Sieden und versetzt dann die Flüssigkeit mit Kalilauge bis zur alkalischen Reaction. Zeigt Schwefelwasserstoff in dem Filtrat die Gegenwart des Eisens an, dagegen nicht in einer alkalischen Flüssigkeit mit dem Essigextract, |466| nur ohne Zusatz von Eisenchlorid bereitet, so kann man auf die Anwesenheit von Weinsäure schließen. Weder Mineralsäuren, noch Oxalsäure, Aepfelsäure und Citronensäure bewirken etwas Aehnliches. Die Gegenprobe ist jedoch anzurathen, weil auch andere, zufällig vorhandene Körper eben so wie die Weinsäure, das Eisenoxyd bei Gegenwart von überschüssigem Alkali aufzulösen vermögen.101) (Wagner's Jahresbericht der Technologie für 1860, S. 428.)

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Die obige Reaction kann auch angewendet werden, um Citronensäure (und Aepfelsäure) auf Weinsäure zu prüfen.

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