Titel: Traubenkernöl und Traubenkerngerbsäure; von Dr. Rud. Wagner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 160/Miszelle 9 (S. 466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj160/mi160mi06_9

Traubenkernöl und Traubenkerngerbsäure; von Dr. Rud. Wagner.

In bei 100° C. getrockneten Kernen von unterfränkischen Trauben (1858) fanden sich

a. b. c. d.
fettes Oel 11,2 10,8 Proc.
Gerbsäure 6,5 7,3

100 Thle. getrockneter Stiele von vollkommen reifen Trauben (Rißling 1858) enthielten 6,2 bis 7,3 Proc. Gerbsäure. – Wegen ihres großen Gehaltes an Gerbsäure kann man die durch Extraction mit Benzol oder Schwefelkohlenstoff von dem fetten Oele befreiten Kerne zum Gerben, zum Schwarzfärben u. dergl. benutzen, eine sehr vortheilhafte Verwendung wäre ferner deren Verarbeitung auf Traubenkerngerbsäure, die in allen den Fällen der Weinbehandlung anzuwenden wäre, wo man gegenwärtig das den Bestandtheilen der Weintraube fremde Tannin anwendet.

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