Titel: Auld's Ventil für Wasserwerke etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162, Nr. XXXI. (S. 104–105)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/ar162031

XXXI. Verbessertes Ventil für Wasserwerke etc., von Auld in Glasgow.

Aus dem Mechanics' Magazine, Juli 1861, S. 4.

Mit einer Abbildung auf Tab. II.

Dieses Ventil, welches sich der Erfinder in England patentiren ließ, soll zum Reguliren des Druckes und mithin des Ausflusses aller Arten Flüssigkeiten unter den verschiedensten Verhältnissen dienen; es eignet sich |105| vorzüglich zum Reguliren des äußersten hydrostatischen Druckes bei Wasserwerken, welche von großen Höhen das Wasser liefern.

Figur 16 stellt den Durchschnitt des Ventils dar. Das Ende der Röhre A öffnet sich in die Kammer B, welche die Gestalt eines verticalen, oben offenen, unten geschlossenen Cylinders hat. An die Flantsche des oberen Theils ist der Ring C angeschraubt und mittelst eines Kautschukringes daran gedichtet. Ueber dem Diaphragma D und innerhalb des Metallringes C ist die Schale E angebracht; sie bewegt sich je nach dem Wasserdruck auf und nieder, indem ihr Boden auf dem Diaphragma D ruht. Der mittlere Theil der Kammer B öffnet sich nach unten in das Kniestück F; das Innere dieser Oeffnung ist mit Messing gefüttert, welches den Sitz oder die Arbeitsfläche des Ventils H bildet. Dieses Ventil hat die Gestalt einer Halbkugel, so daß, wenn es gehoben ist, kein Wasser durch die untere Oeffnung der Kammer B austreten kann.

Die Ventilstange I geht durch die Scheiben D und E hindurch, und ist mittelst des Cylinders J an den Hebel K befestigt. Dieser ist an der Stütze L befestigt und trägt das mit einer Stellschraube versehene Gewicht M.

Auf diese Weise wird der Wasserstrom ein sich selbst regulirender: der Apparat wird in irgend eine Röhrenleitung eingesetzt und das Gewicht M je nach den speciellen Verhältnissen eingestellt, so daß das Ventil etwa die in der Figur gezeichnete Oeffnung gestattet. Das Wasser nimmt dann die Richtung der Pfeile; ändert sich sein Druck, so wird das Diaphragma D nach oben gedrückt, und somit der Ausfluß durch das sich hebende Ventil mehr oder weniger geschlossen und folglich vermindert. Ebenso wird, wenn der Druck nach F zu durch irgend eine Ursache steigt, das Ventil gehoben und so dessen Oeffnung vermindert. Auf diese Weise wird jede Gefahr durch plötzlich vermehrten Druck vermieden und dem Bersten der Röhren wirksam vorgebeugt.

Vermindert sich dagegen der Druck, so öffnet sich das Ventil und vergrößert sich also die Ausflußöffnung, und es wird mithin durch dieses Ventil der Ausfluß für verminderten und erhöhten Druck constant erhalten.

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