Titel: Verfahren zum Schwarzfärben der Wolle, von E. F. Prentiß in Philadelphia.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162/Miszelle 13 (S. 79–80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/mi162mi01_13

Verfahren zum Schwarzfärben der Wolle, von E. F. Prentiß in Philadelphia.

Das dem Genannten am 1. November 1860 in England patentirte Verfahren soll eine sehr dauerhafte und schöne Farbe liefern, welche Monate lang der Sonne und allen Einflüssen der Luft ausgesetzt werden kann, ohne sich dabei zu verändern. Man macht einen Mordant, indem man 746 Thle. Eisenvitriol, 254 Thle. Kupfervitriol und 110 Thle. |80| Zinkvitriol zusammen auflöst, die Lösung abdampft und krystallisiren läßt. Die erhaltenen Krystalle bilden den Mordant.

Um 100 Pfd. Wolle oder Wollenstoff schwarz zu färben, löst man 7 Pfd. des Mordant und 2 1/2 Pfd. rothen Weinstein in Wasser auf, kocht die Wolle 2 Stunden lang mit dieser Lösung, läßt sie dann bis zum nächsten Tage liegen und kocht sie darauf 1 1/2 Stunden lang in einem Auszug von 55 Pfd. Blauholz und 7 Pfd. Fisetholz. Nach dem Kochen fügt man eine gewisse Menge faulen Urin oder statt dessen 1 Quart Ammoniak hinzu und setzt das Kochen darin noch etwa 1/4 Stunde lang fort.

Um 100 Pfd. Wolle maulbeerschwarz zu färben, macht man einen Auszug von 35 Pfd. Camwood, kocht die Wolle 1 1/2 Stunden lang darin, bringt sie dann in eine Lösung von 3 1/2 Pfd. des Mordant und 1 Pfd. rothem Weinstein, kocht sie wieder 1 1/2 Stunden mit dieser Lösung und beendigt die Färbung am nächsten Tage durch Behandlung mit einem Auszuge von 10 Pfd. Blauholz. Wenn man weniger Blauholz anwendet, wird eine hellere Nuance erhalten. (Repertory of Patent-Inventions, Juli 1861, S. 74.)

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