Titel: Bestimmung des Chiningehaltes der Chinarinden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162/Miszelle 15 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/mi162mi01_15

Bestimmung des Chiningehaltes der Chinarinden.

20 Grm. Rinde werden nach Guillermond's verbesserter Methode ohne den geringsten Rückstand gepulvert und das Pulver mit so viel 76procentigem Alkohol gemengt, daß ein weicher Teig entsteht, der einige Minuten erhitzt wird, damit der Alkohol das Pulver gehörig durchdringe. Hierauf werden dem Teige 10 Grm. Kalkhydrat in feinem Pulver gut beigemengt, so daß eine ganz gleichförmige Masse entsteht, welche auf einem Bleche oder auf irgend eine andere Weise bis zur vollständigen Entfernung der Flüssigkeit erwärmt wird. Das so erhaltene Pulver wird nun mit 100 Grm. rectificirtem Aether behandelt, der das Chinin löst, und der Aether hierauf im Wasserbade rasch verdampft. Der Rückstand enthält außer einer geringen Menge gelben Farbstoffes nur Chinin.

Behufs Gewichtsbestimmung des letzteren kann man entweder einfach den Rückstand vollständig austrocknen und wägen, da der Farbstoff fast gar nicht in Betracht kommt, oder man löst den Rückstand in wenig Alkohol, und setzt sehr verdünnte Schwefelsäure zu, deren Sättigungscapacität für Chinin vorher genau bestimmt worden, und wägt das erhaltene ausgetrocknete schwefelsaure Chinin.

Diese Methode empfiehlt sich durch die Einfachheit und Schnelligkeit, mit der sie zum Ziele führt, da die Arbeit in ungefähr 3 Stunden beendigt ist. Ueberdieß wird das Chinin vollständig ausgeschieden. (Aus Pharm. Journ. and Transact., durch Archiv der Pharmacie, Bd. CLVI S. 320.)

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