Titel: Longmaid's gold- und platinhaltiger Stahl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162/Miszelle 5 (S. 76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/mi162mi01_5

Longmaid's gold- und platinhaltiger Stahl.

Ein gewisser Longmaid macht in England viel von seinem gold- und platinhaltigen Stahl reden. Schon vor vielen Jahren wurden Stahlcompositionen mit Silber, Chrom, Nickel, auch Platin mit großem Geschrei ausgepriesen; es fanden sich indessen in diesen Stahlsorten auch nicht die mindesten Spuren der angeblich zugefügten Metalle, und die etwaigen besseren Eigenschaften ließen sich einfach durch das wiederholte Umschmelzen des Stahls erklären. Ganz ähnlich wird sich die Sache bei dem sogenannten goldhaltigen Stahl des Hrn. Longmaid verhalten. Hr. Longmaid ist sicher keineswegs so einfältig, um in der That seinem Stahle Gold oder Platin zuzusetzen; um indessen den fatalen, controlirenden Chemikern die Sache zu erschweren, gibt er selbst an, daß größere Quantitäten der edlen Metalle den Stahl keineswegs verbesserten, sondern daß nur ganz verschwindend kleine Mengen zugesetzt werden dürften, dann aber auch den besten Erfolg hätten. 3/8 bis 5/8 Loth Gold auf eine Tonne oder 20 Cntr., das sind freilich Mengen, die schwierig nachzuweisen seyn dürften. Es ist augenscheinlich wieder ein neuer Humbug, und soll diese Notiz nur das deutsche Publicum aufmerksam machen, falls etwa solcher goldhaltiger Stahl nächstens zu theuren Preisen ausgeboten werden sollte. Dr. Heinrich Schwarz. (Breslauer Gewerbeblatt, 1861, Nr. 20.)

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