Titel: Ueber die Wasserverhältnisse Londons.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162/Miszelle 2 (S. 153–154)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/mi162mi02_2
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Ueber die Wasserverhältnisse Londons.

Durch den außerordentlichen Verbrauch von Wasser zu häuslichen Zwecken, zu Brennereien und zum Maschinengebrauche, ist in einigen Theilen Londons der Spiegel des Grundwassers, welcher früher 48 Fuß unter der Themse-Hochwassermarke stand, jetzt auf 66 Fuß darunter, also 18 Fuß gesunken. Außerdem ist gefunden, daß an vielen Stellen, woselbst die Brunnen früher süßes Wasser lieferten, jetzt das Wasser mehr oder weniger salzig, also aus der Themse durchgesickert ist.

Man hat vielfach mit Erfolg zum Aufschluß größerer Wassermassen die Brunnen bis in den sogenannten Londoner Kalk gesenkt. Ein 500 Fuß tiefes, 18 Zoll im Durchschnitt weites Bohrloch liefert z.B. 1,000,000 Gallons Wasser, zwei andere täglich jedes 1,500,000 Gallons. An mehreren Stellen ist aber auch durch Erreichung von Zerklüftungen das Wasser ganz weggegangen, auch wohl unreines Wasser mit 80 Gran Seesalz per Gallon und einer kleinen Partie kohlensaurem Kalk erschlossen. (Zeitschrift des hannoverschen Architekten- und Ingenieurvereins, 1861, Bd. VII S. 342.)

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