Titel: Ueber ein neues Verfahren, Glas aller Art in derselben Weise und mit denselben Werkzeugen zu bearbeiten wie Metalle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162/Miszelle 9 (S. 157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/mi162mi02_9

Ueber ein neues Verfahren, Glas aller Art in derselben Weise und mit denselben Werkzeugen zu bearbeiten wie Metalle.

Nach Inhalt eines von dem Maschinenfabrikanten Hrn. Pintus in Berlin an die Redaction der Verhandlungen des Vereins für Gewerbfleiß in Preußen gerichteten Schreibens hatte derselbe bei seiner jüngsten Anwesenheit in England Gelegenheit, ein Verfahren kennen zu lernen, bei dessen Anwendung Glas aller Art auf dieselbe Weise und mit denselben Werkzeugen sich bearbeiten lassen soll wie Metalle. Dieses Verfahren besteht darin, daß man das betreffende Arbeitsstück sowie die Werkzeuge in ähnlicher Art mit verdünnter Schwefelsäure benetzt, wie dieß bei der Bearbeitung der Metalle mit Oel oder mit Seifenwasser geschieht. Man kann auf diese Weise Glas auf der Drehbank, Bohr- oder Hobelmaschine mit den gewöhnlichen Sticheln, mit Feilen etc. wie Eisen bearbeiten, Gewinde in dasselbe schneiden etc.

Nach den Angaben des Hrn. Pintus hat derselbe die von ihm bezüglich dieser Methode in England gemachten Erfahrungen bereits mit Erfolg in seiner Maschinenfabrik in Brandenburg zur Anwendung gebracht. Auf das sorgfältige Einspannen des Arbeitsstückes macht Hr. Pintus besonders aufmerksam.

Das in Rede stehende Verfahren ist eine Erfindung des Ingenieur Henry Maudslay, Cheltenham Place, Lambeth, in der Grafschaft Surrey, und durch die englische Patentschrift Nr. 2821 des Jahres 1859 bereits zur öffentlichen Kenntniß gebracht. (Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen, 1861 S. 191.)

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