Titel: Bower's Verfahren, gewöhnlichen nicht feuerbeständigen Thon so zu präpariren, daß er für Schmelztiegel etc. zu verwenden ist.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162/Miszelle 10 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/mi162mi03_10

Bower's Verfahren, gewöhnlichen nicht feuerbeständigen Thon so zu präpariren, daß er für Schmelztiegel etc. zu verwenden ist.

Der gewöhnliche nicht feuerbeständige Thon verdankt diese Eigenschaft seinen Beimengungen von Eisenoxyd, Kalk, Magnesia, wogegen der feuerbeständige Thon frei von den genannten Beimischungen ist; es ist daher für die Praxis von Wichtigkeit, einen nicht feuerbeständigen Thon in einen feuerbeständigen umwandeln zu können. Dieses wird (nach Bower's Patent, mitgetheilt im London Journal of arts, August 1860, S. 95) dadurch bewirkt, daß der gewöhnliche Thon mit roher Salzsäure so lange behandelt wird, bis die genannten Beimischungen aufgelöst worden sind, wozu etwa eine Stunde langes Kochen mit der Salzsäure erforderlich ist. Wenn sich der Thon abgeschieden hat, wird die Säure entfernt, der Thon mit Wasser vollständig ausgewaschen und getrocknet, wo er alsdann zu allen Zwecken der Technik verwendet werden kann, zu welchen ein feuerfester Thon erforderlich ist.

Schon im Jahre 1847 hat Gaffard (l'Institut No. 594; polytechn. Journal Bd. CIV S. 398) ganz dasselbe Verfahren veröffentlicht, nicht feuerfeste Thone in feuerfeste umzuändern. In Schmelztiegeln, welche aus solchen mit Salzsäure etc. behandelten Thonen angefertigt worden waren, wurde Stabeisen geschmolzen, ohne daß die Tiegel dabei erweichten. (Elsner's chemisch-technische Mittheilungen des Jahres 1860–1861. Berlin 1862.)

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