Titel: Ueber die Wirkung des Sauerstoffes auf Zinnchlorür bei der Bestimmung des Zinnes durch übermangansaures Kali, von Scheurer-Kestner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162/Miszelle 7 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/mi162mi03_7

Ueber die Wirkung des Sauerstoffes auf Zinnchlorür bei der Bestimmung des Zinnes durch übermangansaures Kali, von Scheurer-Kestner.

Mohr hat in seinem Lehrbuche der Titriranalyse schon angegeben, daß bei der Zinnbestimmung mittelst Chamäleonlösung etc. die Bestimmung verschieden ausfällt, je nachdem man dabei mehr oder weniger Wasser anwendet. Der Verf. weist nach:

1) daß dieses herrührt von im Wasser gelösten Sauerstoffe;

2) daß der Sauerstoff das Zinnchlorür in sehr concentrirter Lösung nicht verändert, auch nicht das Zinnoxydulhydrat, wohl aber das Zinnchlorür in sehr verdünnter Lösung.

3) Bei Titriranalysen muß man deßhalb erst durch Kochen den Sauerstoff aus dem Wasser austreiben oder statt des Zinnchlorürs Zinnoxydul anwenden.

4) Man kann auch, bevor man Wasser zum Zinnoxydule setzt, letzteres durch salpetersaures Kupfer zersetzen, es bildet sich dann ein Kupferoxydulsalz, das man mittelst Chamäleonlösung bestimmt, auf welches der Sauerstoff auch nicht einwirkt. Stromeyer hat zu demselben Zwecke schon Eisenoxydul angewandt. (Comptes rendus, t. LII p. 531.)

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