Titel: Weißmetall für Zapfenlager.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1861, Band 162/Miszelle 3 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj162/mi162mi05_3

Weißmetall für Zapfenlager.

Von einem Weißmetalle, das namentlich in England eine sehr verbreitete Anwendung gefunden hat und sich hauptsächlich zu Lagerpfannen und Locomotiv-Excentric-Ringen eignet, hat Unterzeichneter eine Probe mitgebracht, welche im Laboratorium des königl. Gewerbeinstitutes in Berlin untersucht wurde. Es fanden sich in 100 Theilen:

Zink 76,14
Zinn 17,47
Kupfer 5,60
Blei Spur
–––––
99,21

Das Metall, welches über leichtem Feuer schmilzt, ist einem Fabrikanten in Manchester für England patentirt, und wird mit sehr günstigem Erfolge für Wellen benutzt, die bis 3000 Umdrehungen in der Minute machen, und einen nicht unbedeutenden Druck gegen das Lager üben, also z.B. für Holzhobelmaschinen, Ventilatoren, Centrifugalpumpen etc. Obgleich mancherlei Sorten Weißmetall, die in London fabricirt werden, recht befriedigende Resultate liefern, so wird doch das vorliegende für so erheblich besser gehalten, daß Londoner Maschinenfabrikanten ihre Lagerpfannen entweder nach eingesandtem Modell aus Manchester beziehen, oder die Legirung dort kaufen, um sie um die Wellen in die gußeisernen Lager zu gießen. E. Becker. (Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, 1861, Bd. V S. 278.)

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