Titel: Verfahren um die Verfälschung von Bienenwachs mit Pflanzenwachs zu erkennen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 11 (S. 79–80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi01_11
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Verfahren um die Verfälschung von Bienenwachs mit Pflanzenwachs zu erkennen.

Die Methode, welche Robineaud 20) zu diesem Zweck anwendet, gründet sich auf den Grad der Löslichkeit beider Wachsarten in rectificirtem Schwefeläther. Zunächst war die Löslichkeit des reinen Bienenwachses und des Pflanzenwachses in Aether festzustellen. Hierzu brachte man in einen Glaskolben 1 Thl. Bienenwachs in kleinen Stücken, goß 50 Th. Aether darauf, und schüttelte von Zeit zu Zeit um. Als keine Veränderung weiter zu bemerken, als stimmliche Wachsstücke verschwunden, und an deren Stelle ein voluminöser Absatz getreten war, gab man den Inhalt des Kolbens auf ein gewogenes Filter, wusch mit kaltem Aether gründlich aus, nahm das Filter aus dem Trichter, ließ es zum Abdunsten des Aethers mehrere Stunden an der Luft liegen, und wog es dann. Der vom Aether nicht gelöste Theil betrug die Hälfte oder 50 Procent. – Vom Pflanzenwachs blieben nur 5 Procent ungelöst. Diese schon an und für sich so kleine Zahl kann man, nach R., in ihren Theilungen füglich vernachlässigen, ohne den Resultaten der Analyse zu schaden. Vom praktischen Standpunkte aus ist es daher am besten, den vom Aether nicht gelösten Antheil des fraglichen Wachses lediglich auf Rechnung des Bienenwachses zu setzen. Die Probe wird nun, wie oben beschrieben, mit einem Grm. Wachs und 50 Grm. Aether angestellt. Gesetzt, der im Aether ungelöst gebliebene Antheil betrüge 0,35 Grm. Da vom reinen Bienenwachse die Hälfte im Aether unlöslich ist, so entsprechen 35 Rückstand 70 Bienenwachs, und folglich enthält die Waare 30 Proc. Pflanzenwachs. (Zeitschrift für analytische Chemie, 1862 S. 115.)

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Journal de Parmacie d'Anvers, t. XVI p. 531; Wittstein's Vierteljahresschrift, 1861 S. 409.

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