Titel: Verhütung von Steinabsatz in Dampfkesseln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 3 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi01_3
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Verhütung von Steinabsatz in Dampfkesseln.

John Cameron schlägt als Mittel gegen Kesselstein die Anwendung von Torf vor. Man soll ein Wasserreservoir mit zwei Abtheilungen herstellen, von denen eine etwas tiefer liegt als die andere, soll alsdann in das Wasser der oberen eine passende Menge Torf (nach unserer Quelle auf 250,000 Pfd. Wasserinhalt 60,000 Pfd., der aber natürlich lange Zeit ausdauert) hineinbringen und von Zeit zu Zeit die Masse durchrühren. Die Huminsäuren des Torfs sollen dabei den Kalkgehalt des Wassers binden und niederschlagen, so daß man dann das klar in das untere Reservoir abgelassene Wasser direct zur Speisung der Dampfkessel benutzen kann. Für Wasser, welches nur kohlensauren Kalk enthält, ist der Vorschlag gewiß empfehlungswerth. Ob für das viel gefährlichere gypshaltige Wasser, lassen wir dahingestellt. Es ist bei manchen sehr gypsreichen Torfsorten sogar zu fürchten, daß das Wasser sich noch mehr mit Gyps beladet. (Breslauer Gewerbeblatt, 1862, Nr. 1.)

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