Titel: Ueber Schmelztiegel aus Speckstein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 8 (S. 78–79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi01_8

Ueber Schmelztiegel aus Speckstein.

Die Eigenschaft des Specksteins, der Einwirkung des Feuers zu widerstehen, ohne nämlich in der stärksten Hitze zu schwinden oder zu bersten, noch aber auch zu schmelzen, |79| vielmehr noch durchs Glühen zu erhärten, und zwar so hart zu werden, daß er am Stahle Funken gibt, diese Eigenschaft, sowie seine Indifferenz gegen Säuren läßt sich benutzen, aus ihm Schmelztiegel zu fertigen.

Da die gewöhnlichen Thonschmelztiegel von Alkalien angreifbar und porös sind, und daher manche darin geschmolzene Substanzen durchdringen lassen, und da die hessischen Kieselthontiegel im Porzellanofenfeuer, also bei hoher Hitze, dem Schmelzen unterliegen, indem auch die Silber-, Gold- und Platintiegel zur Behandlung metallischer Substanzen nicht anwendbar sind, so eignen sich dagegen die aus Speckstein geschnittenen Schmelztiegel, sofern man sie ganz allmählich erhitzt, zu allen Schmelzarbeiten in gleichem Grade, während außerdem die Wohlfeilheit dieses im Mineralreiche (namentlich bei Göpfersgrün) vielverbreiteten Materials diese Tiegel sehr empfehlenswerth macht. (Zeitschrift für die gesammten Naturwissenschaften, 1861, Bd. XVII S. 537.)

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