Titel: Ueber Sandelholzroth; von Dr. Sauerwein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 8 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi03_8

Ueber Sandelholzroth; von Dr. Sauerwein.

Nach Dussauce (polytechn. Journal Bd. CLXI S. 159) soll man aus Sandelholz in folgender Art eine schön rothe, gegen Licht und Luft sehr beständige Farbe darstellen. Das gemahlene Sandelholz zieht man bis zur Erschöpfung mit Alkohol aus, und fügt dem alkoholischen Auszuge Bleioxydhydrat in Ueberschuß hinzu. Der Niederschlag, in welchem nachher der Farbstoff in Verbindung mit Bleioxyd sich befindet, wird auf einem Filter gesammelt, mit Alkohol gewaschen und getrocknet. Dann löst man ihn in Essigsäure, und vermischt diese Lösung mit überschüssigem Wasser, wodurch der Farbstoff, da er in Wasser unlöslich ist, sich niederschlägt, während essigsaures Bleioxyd gelöst bleibt. Der Niederschlag, nach Dussauce reines Santalin, wird ausgewaschen und getrocknet, worauf er die beabsichtigte rothe Farbe darstellt. Es wurde bei einem angestellten Versuche genau nach dieser Vorschrift verfahren, und dabei ein zwar ganz angenehm gefärbtes Pulver erhalten, allein die Farbe ist doch nicht so brillant, um den Kosten der Bereitung zu entsprechen. Ob der Niederschlag wirklich reines Santalin ist, mag dahin gestellt seyn; beim Auflösen in Weingeist und langsamen Verdunsten der filtrirten Lösung wurden wenigstens keine Krystalle erhalten; es schied sich aus der Lösung eine amorphe, harzige Masse aus. (Monatsblatt des hannoverschen Gewerbevereins.)

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