Titel: Verbleien von Kupfer oder Messing.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 3 (S. 313–314)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi04_3

Verbleien von Kupfer oder Messing.

Bringt man Kupfer- oder Messingblech mit ganz reiner metallischer Oberfläche in eine heiße Lösung von Bleioxyd in alkalischer Lauge, und berührt das Blech mit einem Stück Zinn, so überzieht es sich sogleich mit einer Bleischicht, während das Zinn sich löst und zinnsaures Alkali bildet. Das Verfahren von Häffely zur Darstellung von zinnsauren Alkalien besteht bekanntlich darin, fein zertheiltes Zinn mit einer Lösung von Bleiglätte in Alkali zu kochen. Aendert man dieses Verfahren in der angegebenen Weise ab, so wird das Blei der Lösung nicht, wie bei Häffely's Verfahren, schwammförmig, sondern auf der ganzen Oberfläche des Blechs im cohärenten Zustande abgeschieden. Bringt man Blech, das theilweise verzinnt ist, in die heiße alkalische Bleilösung, so ist eine Berührung mit Zinn natürlich unnöthig, und das Blech überzieht sich sogleich auf der ganzen Oberfläche mit einer Bleischicht, jedoch von ungleichförmiger Dicke, an den vorher verzinnt gewesenen Stellen nämlich wesentlich stärker, als an den anderen. Es scheint hierdurch die Möglichkeit gegeben, eine Bleischicht von hinreichender Dicke zu erhalten, um eine technische Anwendung (Herstellung von kupfernen verbleiten Gefäßen zur |314| Weinsäurefabrication u.s.w.) zu gestatten. (Wieck's illustrirte Gewerbezeitung, 1861, Nr. 10.)

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