Titel: Feuersteinpapier zum Schleifen von Holz- und Metallarbeiten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 8 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi04_8

Feuersteinpapier zum Schleifen von Holz- und Metallarbeiten.

Zum Schleifen der Holzarbeiten wird jetzt vielfach Glas- und Sandpapier gebraucht. Das erstere greift, vermöge der scharfen Kanten an den Glassplittern, stärker an, nutzt sich aber bei der Sprödigkeit der Glasstückchen weit rascher ab als das letztere. Ein Papier, welches beide Vortheile, nämlich Dauerhaftigkeit und Schärfe, in sich vereinigt, kommt jetzt unter obiger Bezeichnung in den Handel. Durch Zerstampfen von Feuerstein werden eine Menge kleine scharfe Splitterchen hergestellt, die nach ihrer Feinheit sortirt und in der gewöhnlichen Weise auf mit Leim bestrichenes Papier oder Leinwand, resp. Kattun, gebracht werden.

Eine in Wandsbeck, bei Hamburg, seit Kurzem bestehende Fabrik von Mehrstedt und Lindemann fertigt, nach ihrem Patent, Feuersteinpapier und Leinwand von recht guter Qualität in 10 verschiedenen Sorten, zu einem Preise, der sich im Verhältniß zur Dauerhaftigkeit und Brauchbarkeit gewiß nicht zu hoch herausstellt.

Ein Bogen Feuersteinpapier von etwa 6 1/4 Quadratfuß kostet 2 1/2 Sgr., dagegen ein Bogen Glas- oder Sandpapier von 1 1/4 Quadratfuß 3 Pf., so daß sich für eine gleiche Flächengröße das Preisverhältniß vom Feuersteinpapier zum Glas- und Sandpapier wie 5 zu 3 herausstellt.

Zum Schleifen der Metalle, mit Ausnahme des Stahls, ist das Papier auch recht gut zu gebrauchen, und kann gewiß, zumal bei den weicheren Metallen, wie z.B. Messing, das weit theurere Smirgelpapier ersetzen. A. Hörmann. (Monatsblatt des hannoverschen Gewerbevereins, 1861, Nr. 11.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: