Titel: Neuere Formmethoden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 4 (S. 395–396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi05_4
|396|

Neuere Formmethoden.

In der Ruffer'schen Maschinenfabrik in Breslau werden Zahnräder ohne Modell auf die Weise geformt, daß man eine stehende Welle in den vorher festgestampften Sandboden einsenkt, und als Drehachse für ein gußeisernes Rahmenstück benutzt, an dessen äußerem Ende ein Formstempel in einer senkrechten Führung auf- und abwärts geschoben werden kann. Man sticht mittelst dieses Stempels die Zähne einzeln oder paarweise aus, und dreht den Rahmen jedesmal um einen entsprechenden Theil weiter. Durch eine Theilscheibe auf der Drehachse wird das Rahmenstück mittelst eines federnden Stiftes in seinen Stellungen fixirt. Zum Formen der Radspeichen dient ein Modell. – In der Maschinenfabrik von Lasswitz u. Comp. in Breslau werden die Kerne bei der Rohrförmerei aus gewöhnlichem Formsand in der Weise hergestellt, daß man eine hohle gußeiserne Kernspindel, mit Löchern und Stacheln versehen, in den zweitheiligen Kernkasten legt, mit Sand unterstampft und überdeckt, dann mit einer Chablone abzieht. Nachdem der Kern eingelegt, kann das Rohr sofort gegossen werden. Man wendet diese Methode bei allen Rohrdimensionen von 2 Zoll Durchmesser und 6 Fuß Länge bis zu 8 Zoll Durchmesser an. (Studienreise der Studirenden des königl. Gewerbe-Institutes zu Berlin. Berlin 1859.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: