Titel: Ueber die Abscheidung des Vanadiums aus Eisenerzen; von H. Deville.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 6 (S. 396–397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi05_6

Ueber die Abscheidung des Vanadiums aus Eisenerzen; von H. Deville.

Bei Gelegenheit der Untersuchung eines vanadinhaltigen Eisenerzes aus der Gegend von Toulon hat Deville folgendes Verfahren zur Abscheidung des Vanadiums in der Form von Vanadinsäure als erfolgreich in Ausführung gebracht. Um das Vanadium aus den betreffenden Eisenerzen abzuscheiden, zieht man durch Salzsäure daraus den Kalk aus, pulverisirt und mischt es mit der Hälfte seines Gewichtes Aetznatron, befeuchtet mit etwas Wasser, damit das Natron die Masse gleichmäßig durchdringe, und erhitzt sie in einem gußeisernen Gefäße bis zum Rothglühen. Man laugt hierauf die Masse mit kochendem Wasser aus, filtrirt das feinzertheilte Eisenoxyd ab, und leitet durch das Filtrat Schwefelwasserstoffgas, wodurch anfangs die Thonerde gefällt wird, dann aber die Lösung sich langsam dunkelroth färbt (wie übermangansaures Kali), indem sich Natronsulfovanadat |397| bildet. Die Lösung gibt mit Schwefelsäure oder Essigsäure beim Kochen einen Niederschlag von braunem Schwefelvanadium, das durch Rothglühen sich in geschmolzene Vanadinsäure umwandelt.

Die schönen Farben, welche die Vanadinverbindungen zeigen, lassen vermuthen, daß es auf billigere Weise und in größerer Menge als bisher dargestellt, technische Verwendung, wie etwa in der Porzellanfabrication, wird finden können. (Journal für praktische Chemie, Bd. LXXXIV S. 255.)

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