Titel: Das Amalgamiren galvanischer Zinkelemente.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 7 (S. 397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi05_7

Das Amalgamiren galvanischer Zinkelemente.

Diese Operation ist eine für den Physiker, Telegraphisten und Galvanoplastiker überaus lästige Arbeit, so daß jede kleine Erleichterung derselben wünschenswerth erscheint. Bei der gewöhnlichen Methode, wo man das Quecksilber durch Aufgießen und Vertheilen mit dem Finger oder einem Wergbäuschchen auf der vorher mit verdünnter Schwefelsäure abgebeizten Zinkfläche zu vertheilen sucht, ist es schwierig, die Quecksilberkügelchen aufzufassen und aufzutragen, eben weil sie an dem Werg nicht haften. Die Säure greift außerdem die Haut an, die längerdauernde Berührung mit dem Quecksilber könnte vielleicht sogar nachtheilig wirken. Außerdem wird leicht Quecksilber verschüttet, oder wenigstens unnöthig viel aufgetragen. Bei Gelegenheit der Darstellung des elektrischen Lichtes waren 70 große ringförmige Zinkelemente zu amalgamiren. Dieß gelang überraschend schnell und vollständig, indem man dieselben zuerst in einer Zelle mit sehr verdünnter Schwefelsäure so lange stehen ließ, bis ein kräftiges Aufbrausen eintrat, und alsdann mit einer gewöhnlichen Metalldraht-Kratzbürste, die vorher ebenfalls in Säure getaucht worden war, das in einer Schale enthaltene Quecksilber aufnahm und einrieb. Die sich rasch amalgamirenden Messingdrähte boten dem Quecksilber vollständige Adhäsion und entfernten gleichzeitig durch ihre Reibung die fester sitzenden Oxydtheilchen. In wenig Stunden und mit einem sehr kleinen Aufwande von Quecksilber waren die ganzen Zinkelemente amalgamirt. Dr. H. Schwarz. (Breslauer Gewerbeblatt, 1862, Nr. 2.)

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