Titel: Anwendung von Zinkoxyd und Nickeloxyd bei der Fabrication des Krystallglases.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 11 (S. 465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi06_11

Anwendung von Zinkoxyd und Nickeloxyd bei der Fabrication des Krystallglases.

In der Glasfabrik zu Clichy und auch in anderen Glasfabriken wendet man bereits seit langer Zeit statt des Bleioxyds Zinkoxyd an. Die daraus entspringenden Vortheile bestehen darin, daß das Zinkoxyd wohlfeiler ist als Bleioxyd, daß es leicht im reinen Zustande erlangt werden kann, und folglich reineres Glas liefert, daß das zinkhaltige Glas in kürzerer Zeit geläutert werden kann als das Bleiglas, und daß ersteres eine stärkere Hitze aushält als dieses.

Das zinkhaltige Krystallglas nimmt indessen, nachdem man mehrere Schmelzungen in demselben Hafen ausgeführt hat, eine gelbliche Farbe an, weil nicht zu vermeiden ist, daß jedes Mal etwas von der vorigen Glasportion in dem Hafen zurückbleibt. Da man von dem Braunstein als Reinigungsmittel in diesem Fall keine gute Wirkung erhalten hat, so hat man statt dessen einige andere Oxyde probirt, unter denen das Nickeloxyd das beste Resultat gegeben hat (vgl. polytechn. Journal Bd. CLX S. 397). Wenn man sich durch heraus genommene Proben überzeugt hat, daß das Krystallglas in den Häfen anfängt gelblich zu werden, fügt man ein wenig Nickeloxyd, z.B. 15 bis 20 Grm. auf 275 Kilogr. Zinkoxyd, welches in der Glasmasse enthalten ist, hinzu. Durch diesen Zusatz wird das Krystallglas wieder ganz farblos. Man kann das Nikeloxyd auch sofort beim Beschicken der Häfen zusetzen. (Technologiste, November 1861, S. 90.)

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