Titel: Ueber das Bleichen der Wäsche mit Chlorkalk; von Dr. Sauerwein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 13 (S. 465–466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi06_13

Ueber das Bleichen der Wäsche mit Chlorkalk; von Dr. Sauerwein.

Daß vergilbte Wäsche durch Chlorkalk sehr gut gebleicht wird, ist bekannte Thatsache. Da indeß in den betreffenden Kreisen oft Unsicherheit darüber herrscht, in welchem |466| Verhältniß der Chlorkalk angewandt werden soll, und zu reichliche Anwendung desselben der Wäsche jedenfalls nachtheilig ist, so habe ich einige Versuche angestellt, um zu erfahren, wie weit die Verdünnung geschehen kann, ohne daß die Flüssigkeit ihre Wirksamkeit verliert. Ich habe dabei gefunden, daß solche gelb gewordene Wäsche durch 24stündiges Verweilen in einer Flüssigkeit, die 1/6–1/10 Procent Chlorkalk enthält, sehr schön weiß geworden war. Ein nachtheiliger Einfluß auf die Festigkeit des Gewebes würde sich freilich erst nach öfterer Anwendung dieses Verfahrens herausstellen können; indessen ist eine Lösung, in obigem Verhältnisse dargestellt, so verdünnt, daß sie schwerlich der Wäsche wird schaden können, und kann ich sie daher als unbedenklich empfehlen, um so mehr, wenn das Zeug nach dem Verweilen in obiger Flüssigkeit in weiches Wasser gelegt und nachher sorgfältig ausgewaschen wird. Das oben erwähnte Verhältniß erfordert auf einen Eimer Wasser etwa 1/2–1/4 Neuloth Chlorkalk. (Monatsblatt des hannoverschen Gewerbevereins, 1861, Nr. 12.)

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