Titel: Ein bequemes Verfahren zur Darstellung des Asparagins; von Professor Dr. A. Buchner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 15 (S. 466–467)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi06_15

Ein bequemes Verfahren zur Darstellung des Asparagins; von Professor Dr. A. Buchner.

Die Versuche, welche ich bisher über die Anwendung der dialytischen Methode Graham's zur Analyse von Pflanzenauszügen anstellte und anstellen ließ, haben mehrere ganz interessante Resultate geliefert. So fand ich u.a., daß diese Methode die bequemste und beste zur Darstellung des Asparagins aus dem Eibischschleime ist. Setzt man den zähen, dicken wässerigen Auszug der Eibischwurzel der dialytischen Wirkung des Pergamentpapiers |467| auf die in Graham's Abhandlung (polytechn. Journal Bd. CLXII S. 226) beschriebene Weise aus, so findet man nach 1–2 Tagen so viel Asparagin durch das Pergamentpapier hindurchgegangen, daß das Wasser nach gehörigem Verdampfen eine verhältnißmäßig reichliche Krystallisation von Asparagin gibt. Ersetzt man das erste Wasser durch neues, so liefert nach hinlänglicher Dauer der Dialyse auch dieses eine nicht unbedeutende Menge schöner Asparagin-Krystalle, welche man nur zwischen Fließpapier zu pressen und einmal umzukrystallisiren braucht, um sie vollkommen rein zu erhalten.

Die syrupdicke bräunlich gefärbte Mutterlauge, mit deren näheren Untersuchung ich jetzt beschäftigt bin, röthet Lackmus, schmeckt stark salzig und besitzt den specifischen Eibischgeruch in hohem Grade. Sie enthält u.a. eine große Menge Kali- und Kalksalze mit Pflanzensäure, auch schwefelsaures Kali und etwas Chlorkalium. Zucker scheint nur in sehr geringer Menge darin vorhanden zu seyn.

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