Titel: Alaunabgüsse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1862, Band 163/Miszelle 17 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj163/mi163mi06_17

Alaunabgüsse.

Alaun, gelinde und langsam (zur Verhinderung des Blasenwerfens und Schäumens) geschmolzen, kann in Formen, am besten Stanniolformen von Münzen gegossen werden, da er größere hohle Formen wegen zu schnellen Erstarrens nicht gut füllt, außer wenn man ihn mit 1/30 Salpeter durch Abreiben gut gemengt hat, wo er dann viel langsamer erstarrt. Er liefert vollkommen scharfe, nach gänzlichem Erkalten (eher abgelöst würden sie mit einem weißen Ueberzuge beschlagen) halb durchsichtige und ziemlich feste Abgüsse. Außer Salpeter, dessen Zusatz zum Alaun sich übrigens nicht wohl über das angegebene Verhältniß (wobei er weiße undurchsichtige Abgüsse giebt) vermehren läßt, da sonst undeutliche, stark krystallisirte, sehr bald zerspringende Abgüsse damit entstehen, verträgt der Alaun auch andere Zusätze, worunter der gebrannte Gyps, welcher die Copien undurchsichtig und von steinähnlichem Aussehen macht, besonders empfehlenswerth ist; auch können dem Alaun allein oder seiner Mischung mit Gyps, Farben, z.B. Zinnober, Ocker, Mennige, Smalte u.s.w. beigemischt werden. Alaun mit ungefähr 1/6 neutralem schwefelsauren Kali (mehr ist nicht räthlich), fließt auch leicht und gibt sehr weiße, |468| wenig durchscheinende Abgüsse. Mit Kochsalz vermengt schmilzt der Alaun noch früher als für sich allein und die Abgüsse bleiben bei ungefähr 1/6 Kochsalz durchsichtig, ohne zu springen.

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