Titel: Schlumberger, über ein Controlir-Instrument für Färbereien.
Autor: Schlumberger, Iwan
Fundstelle: 1862, Band 164, Nr. L. (S. 182)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/ar164050

L. Ueber ein Controlir-Instrument für Färbereien; von Iwan Schlumberger.

Aus dem Bulletin de la Société industrielle de Mulhouse, 1862, t. XXXII p. 114.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Ich sah in der Kattundruckerei des Hrn. Walter Crum in Glasgow ein kleines Instrument, mittelst dessen der Aufseher der Färberei leicht eine Controle über die Genauigkeit der darin beschäftigten Arbeiter ausüben kann, und welches wegen seiner Einfachheit allgemein zu diesem Zweck eingeführt zu werden verdient. Dasselbe ist in Fig. 7 und 8 abgebildet, und kann nach Erforderniß in vielfacher Weise abgeändert werden.

Es muß nur in der Mitte ein verschiebbares eingetheiltes Lineal haben, worauf die Tagesstunden deutlich angebracht sind, während die viertel und halben Stunden bloß durch Zeichen angedeutet zu werden brauchen.

Gegenüber dieser Stunden-Eintheilung bringt man zur Rechten oder Linken des Lineals Ziffern an, welche die Grade des Celsius'schen Thermometers repräsentiren, die das Färbebad in den entsprechenden, auf dem Lineal verzeichneten Stunden erreichen muß.

Die Scale der Wärmegrade ist natürlich eine verschiedene, je nachdem in Krapp, Garancin etc. gefärbt wird.

Die zur Linken des Lineals in Fig. 7 verzeichneten Wärmegrade entsprechen einem Krappfärben von drei Stunden Dauer, und erstrecken sich von 30º bis 75º C. Die zur Rechten verzeichneten entsprechen einem Färben in Garancin von 2 1/2 Stunden Dauer, und erstrecken sich von 30º bis 85º C.

Der Aufseher bemerkt sich die Stunde in welcher das Färben begonnen wurde, und kann sich mittelst des Instruments in jedem Augenblick überzeugen, ob das Bad den erforderlichen Wärmegrad erreicht hat. Dadurch werden die Arbeiter veranlaßt, ihr Geschäft viel genauer und aufmerksamer zu verrichten.

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