Titel: Hesse über Anwendung von schwefligsauren Salzen zur Auflösung des Jods.
Autor: Hesse, O.
Fundstelle: 1862, Band 164, Nr. LXXX. (S. 302)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj164/ar164080

LXXX. Anwendung von schwefligsauren Salzen zur Auflösung des Jods; von O. Hesse.

Aus den Annalen der Chemie und Pharmacie, 1862, Bd. CXXII S. 225.

Soll das käufliche Jod auf seinen Gehalt an Jod mittelst Silberlösung geprüft werden, so wendet man meist zur Auflösung desselben schweflige Säure an, welche wegen des verdünnten Zustandes, in welchem sie zur Anwendung kommen muß, nur langsam auf die pulverförmige Substanz wirkt, so daß leicht Tage verstreichen, bis sich alles gelöst hat. Substituirt man aber die schweflige Säure durch eines ihrer Alkalisalze, am besten das Ammoniaksalz, so kann man die Auflösung des Jods in wenigen Minuten erreichen, wenn man für hinlängliche Concentration der Lösung des schwefligsauren Salzes gesorgt hat. Ich verwende zu diesem Zweck eine Lösung, welche in der Weise erhalten wurde, daß ich in 4procentiges Ammoniak so lange gasförmige schweflige Säure leitete bis dasselbe deutlich darnach roch.

Nachdem die Auflösung des Jods statt gefunden hat, wird die Lösung, wenn nöthig, filtrirt und in bekannter Weise niedergeschlagen. Das so erhaltene Jodsilber enthält nicht selten etwas schwefelsaures Silber, wovon es durch Aufkochen mit salpetersäurehaltigem Wasser befreit werden kann.

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